Dienstag, 15. Dezember 2015

[Interview] Nadja Losbohm

Interview mit Nadja Losbohm

Hallo,
Danke dass du dir die Zeit nimmst für dieses Interview. Am besten wir fangen mal mit einer einfachen Frage an.
Frage Nummer 1:
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Durchs lesen, oder war dir von Anfang an klar, dass du Schriftstellerin werden möchtest?
Antwort:
Das Schreiben von Geschichten stand zunächst nicht auf meinem Plan. Ich habe schon als Kind gern gemalt und gezeichnet, war also schon früh am Kreativen interessiert. Mit neunzehn Jahren lernte ich die Arbeiten eines Künstlers kennen, der so viele verschiedene Dinge gemacht hat: Schreiben, Malen, Fotografieren, Musik. Das hat mich sehr beeindruckt und dazu inspiriert, selbst etwas Neues auszuprobieren.

Frage Nummer 2:
Brauchst Du Ruhe beim Schreiben oder läuft Musik im Hintergrund?
Antwort:
Für gewöhnlich brauche ich Ruhe beim Schreiben. Aber ich habe es auch schon gebraucht, dass im Hintergrund Musik spielte, weil sie mir beim Schreiben einer schwierigen Szene half.

Frage Nummer 3:
Bist du auch so ein Kaffee Trinker wie viele andere Autoren?
Antwort:
An Kaffee mag ich nur den Duft. Ich trinke lieber einen Cappuccino, am liebsten eine große Tasse Stracciatella-Cappuccino. Jammjamm!:)

Frage Nummer 4:
Sind deine Protas reine Fiktion oder stehen Freunde/Bekannte sozusagen Pate?
Antwort:
Die meisten meiner Figuren sind reine Fiktion. Es gibt nur eine, die einen Paten im realen Leben hat. Wer das ist, wird aber nicht verraten.

Frage Nummer 5:
Wie sieht der Alltag einer Autorin aus?
Antwort:
Hauptberuflich arbeite ich als Zahnarzthelferin, habe also einen ganz normalen Brot-Job, wie man so schön sagt. Das Autoren-Leben wird dann zuhause ausgelebt, nach Feierabend oder auch an freien Tagen. Eben immer dann, wenn es die Zeit erlaubt. Dann stehe ich früh auf, der Stracciatella-Cappuccino wird zubereitet, dann geht es an den Schreibtisch und es wird losgelegt.

Frage Nummer 6:
Und gibt es bestimmte Dinge die dich zu deinen Büchern inspirieren?
Antwort:
Ja, da gibt es einiges. Inspiration finde ich beim Hören von Musik, bei Unterhaltungen mit Menschen und oft genug sind es auch einfach die Dinge, die im Leben passieren, die den Anstoß für eine Szene im Buch geben.

Frage Nummer 7:
Brauchst du zwischen den Büchern auch Pause oder kannst du gleich weiter schreiben?
Antwort:
 
Das kommt darauf an, wie „schwierig“ es war, das Buch zu schreiben. Als ich mein erstes Buch „Alaspis“ vollendet hatte, brauchte ich eine Auszeit, die etwa drei Monate dauerte. Es war sehr anstrengend diese Geschichte zu schreiben, weil der Schreibstil aufwendiger ist. Danach stand für mich fest, dass ich so etwas nicht gleich noch einmal machen konnte. Etwas Leichteres musste her. Da kam „Die Jägerin“ wie gerufen.

Frage Nummer 8:
Wann kommst du auf den Titel des Buches? Am Anfang des Schreibens? Oder ganz am Ende? Oder vielleicht auch mittendrin?
Antwort:
Das ist sehr unterschiedlich. Bei „Die Jägerin – Die Anfänge“ fiel mir der Titel während des Schreibens ein. Beim fünften Band, „Die Wiege des Bösen“, kristallisierte er sich erst am Ende heraus, und beim dritten Teil wollte mir partout nichts einfallen, und ich brauchte Hilfe von jemand anderem.

Frage Nummer 9:
Welche anderen Autoren liest Du selbst?
Antwort:
 
Ich bin ein großer Fan von Robin LaFevers. Ihre Bücher sind großartig und ich habe sie geradezu verschlungen. Ich mag auch sehr gerne Karen Marie Moning, Cody MacFadyen, Brent Weeks, Simon Beckett und Jonathan Nasaw. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit, um zu lesen, auch mehr Indie-Autoren. Ich habe schon ein paar wirklich schöne Werke gefunden, z.B. „Die Zwei Seiten Einer Münze“, „Peter und der Werwolf“ oder „Herz des Winters“.

Frage Nummer 10:
Wenn Du ein Buch anfängst und das Ende geplant hast - kann es im Laufe des Schreibens passieren, dass Du das Ende umplanst? Oder hast Du nur eine grobe Übersicht was passieren soll?
Antwort:
Es ist schon vorgekommen, dass ich meine Meinung geändert habe, was den Ausgang eines Buches angeht. Bei „Alaspis“ hatte ich zwei Möglichkeiten, habe mich aber letzten Endes für die entschieden, die ich für das Buch als am besten empfand. Bei „Die Jägerin“ wusste ich schon lange im Voraus, wie die Geschichte enden würde und bin auch dabei geblieben. Wobei es nicht einmal sicher ist, ob es mit Band 5 tatsächlich zu Ende ist. Wer weiß, vielleicht kommt da noch ein sechstes Buch. Lust hätte ich schon, und ich habe das Gefühl, als gäbe es da noch wenigstens ein Kapitel, das erzählt werden möchte.

Frage Nummer 11:
Wie viel steckt von dir selbst in den Protagonisten?
Antwort:
Es gibt ein paar Gemeinsamkeiten, die ich mit der Jägerin, Ada, teile. Wie viele das sind und um welche es sich dabei handelt, darüber darf gern spekuliert werden. Feststeht jedenfalls, dass wir beide Rosenkohl mit Muskatnuss nicht ausstehen können. Als Kind bin ich deswegen sogar in einen Hungerstreik getreten, weil ich das nicht essen wollte. Es hat funktioniert!:D

Frage Nummer 12:
Über welches Genre schreibst du am liebsten?
Antwort:
Definitiv Fantasy. Ich liebe Fantasy-Filme, Märchen und Animationsfilme. Das ging schon als Kind mit „Die Unendliche Geschichte“ los. Da lag es vielleicht auch nahe, dass ich in diesem Genre schreibe. Ich kann mir nicht vorstellen, einen Krimi oder Thriller zu verfassen, aber man soll ja nie nie sagen. Habe ich vor vierzehn Jahren daran gedacht, überhaupt ein Buch zu schreiben? Ganz bestimmt nicht. Also: Es bleibt abzuwarten, was noch kommt.

Dankeschön für das Interview Nadja Losbohm.
Ich hoffe wir hören bzw. lesen noch viel von dir.
Schöne Grüße
Isabel
Vielen Dank, Isabel, für deine Fragen und dass du meinen Büchern und mir diese schöne Möglichkeit bietest, uns auf deinem Blog vorzustellen. Ich habe mich sehr gefreut, mitmachen zu dürfen.

Bücher:
„Die Jägerin“
Urban Fantasy Romance, geeignet ab 14 Jahren
Die Anfänge (Band 1)
Blutrausch (Band 2)
Vergangenheit und Gegenwart (Band 3)
Unter der Erde (Band 4)
Die Wiege des Bösen (Band 5)
„Die Jägerin“ auf Englisch: „The Huntress – The Beginnings“ (Book 1)
„Alaspis – Die Suche nach der Ewigkeit“

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***HUHU, ich freue mich sehr das du den Weg zu mir gefunden hast. Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen. Schöne Grüße Isabel***