Samstag, 26. Dezember 2015

[Interview+ Gewinnspiel] Monja Schneider

Interview mit Monja Schneider

Hallo,
Danke dass du dir die Zeit nimmst für dieses Interview. Am besten wir fangen mal mit einer einfachen Frage an.
Frage Nummer 1:
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Durchs lesen, oder war dir von Anfang an klar, dass du Schriftstellerin werden möchtest?
Antwort:
Einfache Frage? Uh, so einfach ist das gar nicht *lacht*
Gelesen habe ich immer gerne und viel, das stimmt.
Aber mein Traumberuf war von klein auf Schauspielerin. Ich war schon in der Grundschule in einer Theater-AG und in den weiterführenden Schulen auch. Leider hatte ich eine sehr vernünftige Mutter, die meinte, ich solle „erst einmal etwas Richtiges“ lernen (meinen Vater hätte ich überreden können). Als Teen und Tween habe ich regelmäßig beim Kindergottesdienst und bei Jugend-Zeltlagern als Betreuerin mitgearbeitet. Dabei habe ich auch immer wieder kleine Theaterstücke geschrieben. Und immer öfter kamen auch andere auf mich zu und meinten: „Schreibe doch mal ne Geschichte, die zum Thema passt, du kannst das doch. Nett wie ich bin, habe ich das gemacht. Einer meiner Bekannten meinte einmal: „Du schreibst irgendwann ein Buch.“ Ich habe ihn mehr oder weniger ausgelacht. In der Kirchengemeinde hatten wir eine Theatergruppe, in der ich aktiv und kreativ war und Stücke u.a. geschrieben habe. Höhepunkt dort war sicherlich „Die Herrin der Zwiebelringe“, die noch ein Nachspiel hatte. Denn meine Bekannte, die die Böse gespielt hatte, war nicht glücklich über ihr unrühmliches Ende. Wir haben viel herumgealbert, wie es weitergehen könne und ich habe auf ihre Veranlassung angefangen, die „Fortsetzung“ zu schreiben, einfach nur aus Spaß. Zu der Zeit meinten immer mehr, ich solle doch einmal etwas an einen Verlag schicken. Das habe ich dann auch gemacht – oh wie peinlich. *lacht* Zumindest aus heutiger Sicht peinlich. Glücklicherweise habe ich durch ein Fernstudium und auf Seminaren seitdem viel gelernt. Und so bin ich irgendwie ins Schreiben „hineingerutscht“, gestoßen von vielen lieben Freunden und Bekannten.

Frage Nummer 2:
Brauchst Du Ruhe beim Schreiben oder läuft Musik im Hintergrund?
Antwort:
Bei mir läuft meist Musik, zumal ich oft in öffentlichen Verkehrsmitteln schreibe. Da brauche ich meine Kopfhörer und meine Musik, um alles andere auszublenden. Oft passend zum Thema. Bei „Weihnachten auf italienisch“ habe ich zB Andrea Bocelli in Dauerschleife gehört, bei „Rabenschwester“ Clannad und anderen Irish Folk.

Frage Nummer 3:
Bist du auch so ein Kaffee Trinker wie viele andere Autoren?
Antwort:
Ich trinke meist Kräuter- oder Früchtetee oder einfach Wasser.
Kaffee ist für mich ein Genussmittel, wenn ich mit meiner Freundin bei meinem Lieblingsitaliener sitze. Da gehört der Espresso nach dem Essen für mich inzwischen dazu. Die Vorstellung, mit meinem Laptop in eben jenem Eiscafe/Pizzaria zu sitzen, mit einem lecker Cappuccino, gefällt mir aber.

Frage Nummer 4:
Sind deine Protas reine Fiktion oder stehen Freunde/Bekannte sozusagen Pate?
Antwort:
Reine Fiktion, auch wenn Freunde und Bekannte durchaus die ein oder andere Inspiration bringen können.

Frage Nummer 5:
Wie sieht der Alltag einer Autorin aus?
Antwort:
Alltag? Was ist das? *lacht*
Ich bin alleinstehend und habe leider keine Kinder. Seit einigen Jahren arbeite ich nur noch halbtags und habe das Glück, dass wir bezüglich der Gleitzeit kaum Einschränkungen haben und ich im Prinzip kommen und gehen kann, wann ich will. Was natürlich sehr verführerisch ist. Ich bin dadurch aber sehr flexibel und einen „festen Alltag“ habe ich nicht. Aber meist mache ich morgens ein bisschen Haushalt und fahre dann eine knappe Stunde ins Büro und eine zurück. Die Zeit in den öffentlichen Verkehrsmitteln nutze ich zum Schreiben. Abends bin ich im Internet unterwegs, schreibe weiter oder mache einfach einmal gar nichts.

Frage Nummer 6:
Und gibt es bestimmte Dinge die dich zu deinen Büchern inspirieren?
Antwort:
Oh, das kann alles Mögliche sein, ein Erlebnis, die Leute in der Bahn, Bilder, Erinnerungen an einen Urlaub, ich habe auch Notizen über Träume, an die ich mich morgens noch erinnern konnte. Manches davon konnte ich schon einbauen. Bei „Principessa“ war es eine Ausschreibung, bei „Gwenyn und Karney“, deren Veröffentlichung im nächsten Frühjahr geplant ist, waren es einige Lieder der Gruppe „Schandmaul“, „Weihnachten auf italienisch“ ist mehr oder weniger daraus entstanden, dass meine Protagonisten angefangen haben, sich mit den Protagonisten meiner Freundin, die ebenfalls schreibt, auszutauschen (man sagt uns Schriftstellern ja eine gespaltene Persönlichkeit nach *lacht*)

Frage Nummer 7:
Brauchst du zwischen den Büchern auch Pause oder kannst du gleich weiter schreiben?
Antwort:
Das ist sehr unterschiedlich. Manchmal schreibe ich an zwei Geschichten gleichzeitig, manchmal muss ich mich zu einer Pause zwingen, weil nichts mehr geht, egal ob ich mitten in der Geschichte bin oder nicht, manchmal pausiere ich freiwillig.

Frage Nummer 8:
Wann kommst du auf den Titel des Buches? Am Anfang des Schreibens? Oder ganz am Ende? Oder vielleicht auch mittendrin?
Antwort:
Auch das ist unterschiedlich. Bei „Rabenschwester“ habe ich lange mit der Verlegerin hin- und herüberlegt, bei „Principessa“ stand für mich der Titel von Anfang an fest. Bei „Weihnachten auf italienisch“ hat er sich mit dem Schreiben entwickelt.

Frage Nummer 9:
Welche anderen Autoren liest Du selbst?
Antwort:
Was mir zwischen die Finger kommt.
Wenn ich so in meine Bücherregale schaue: C. S. Lewis und Tolkien, klar; aber auch Hans-Dieter Stöver und Dudley Pope, die prima historische Reihen und passende Sachbücher geschrieben haben, Titus Müller, der ebenfalls tolle historische Romane schreibt, Tom Clancy (Jagt auf roter Oktober/Das Kartell u.a.), Georgette Heyer, Carin Müller, Charlotte Taylor … ich bin da wirklich breit gefächert. Leider komme ich durch das Schreiben nicht mehr so oft zum Lesen, aber ich habe dadurch auch Kolleginnen und Kollegen und ihre Bücher kennengelernt, die ich anders nie entdeckt hätte.

Frage Nummer 10:
Wenn Du ein Buch anfängst und das Ende geplant hast - kann es im Laufe des Schreibens passieren, dass Du das Ende umplanst? Oder hast Du nur eine grobe Übersicht was passieren soll?
Antwort:
Ich habe einen roten Faden und weiß, wie die Geschichte enden soll. Daran können die Protagonisten nichts ändern, auch wenn ich ihnen ziemlich viel Freiheit lasse.

Frage Nummer 11:
Wie viel steckt von dir selbst in den Protagonisten?
Antwort:
Oh, da fließt immer etwas mit ein, oftmals unbemerkt. Bei „Rabenschwester“ wurde z.B. der jüngste Bruder –und später auch die Schwester- von den älteren nicht für voll genommen und musste um Anerkennung kämpfen, obwohl er ein echt smarter Typ war. Da habe ich irgendwann einmal sehr mit ihm gefühlt, ich habe selbst große Brüder und weiß, wie das ist *lacht*

Frage Nummer 12:
Über welches Genre schreibst du am liebsten?
Antwort:
Oh, das ist schwer zu sagen.
Man soll ja immer das schreiben, was man selbst am liebsten liest, aber ich lese so viele Sachen gerne *lacht*
Ich probiere auch gerne einmal Neues aus – so hat „Weihnachten auf italienisch“ einen ziemlichen Klecks Erotik abbekommen. Bei „Konstantin – in der Welt habt ihr Angst“, habe ich einen Krimi mit einer Familiengeschichte verknüpft und auch meinen christlichen Glauben mit einfließen lassen.
Ich mag historische Settings in fiktiven Welten (Rabenschwester/Lieber Rotwein als tot sein/Principessa). Einen historischen Roman schreiben, das wäre natürlich ein großer Traum. Eine Idee und die Protagonisten habe ich schon – aber ob das jemals etwas wird? Ich bin ein Recherchejunkie und würde wahrscheinlich nie mit der Recherche fertig werden.

Dankeschön für das Interview Monja Schneider.
Ich hoffe wir hören bzw. lesen noch viel von dir.
Ich bedanke mich, liebe Isabel
Schöne Grüße
Isabel

Gewinnspiel:
Was kann ich gewinnen?
* ein Print von "Principessa"
* zwei Ebooks von "Weihnachten auf italienisch"
Das bedeutet 3 Gewinner <3
Also wenn das keine Chance ist <3

Was muss ich tun?
*Einfach nur kommentieren ob ihr die Autorin kennt oder nicht und/oder ob ihr schon ein Buch der Autorin gelesen habt
*meine Seite liken -falls noch nicht getan
*Beitrag liken.
*Teilen und Freude einladen ist erwünscht, aber KEIN muss.
Das war auch schon alles <3
Viel Glück euch allen :D

Kommentieren könnt ihr bis zum 14.12 um 20:00 Uhr.

Teilnahmebedingungen:
Die allg. Teilnahmebedingungen für meinen Blog findet ihr hier ~ http://rezensionenisabel0607.blogspot.de/p/teilnahmebedingungen

Bücher:
Rabenschwester
Konstantin – in der Welt habt ihr Angst
Lieber Rotwein als tot sein (Ebook-Shorty)
Principessa
Weihnachten auf italienisch

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***HUHU, ich freue mich sehr das du den Weg zu mir gefunden hast. Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen. Schöne Grüße Isabel***