Freitag, 20. November 2015

[Interview]Sabs Schulter



Interview mit Sabs Schulter

Hallo,
Danke dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Am besten wir fangen mal mit einer einfachen Frage an.

Frage Nummer 1:
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Durchs lesen, oder war dir von Anfang an klar, dass du Schriftstellerin werden möchtest?
Antwort:
Gelesen habe ich schon immer und ich liebte es schon in der Grundschule, dem Unterricht durch meine eigenen kleinen Geschichten zu entfliehen. Aber wirklich daran geglaubt, Schriftstellerin zu werden, habe ich nie. Gewünscht ja, aber ein Buch zu veröffentlichen ist etwas ganz anderes. Mein Freund hat mich am Ende dazu ermutigt, es einfach mal auszuprobieren, nachdem er mein erstes Buch selbst gelesen hatte. Als „Die Erwachte“ erstaunlich gern gelesen wurde, habe ich mich entschieden, nur noch Bücher zu schreiben.

Frage Nummer 2:
Brauchst Du Ruhe beim Schreiben oder läuft Musik im Hintergrund?
Antwort:
Das kommt ganz darauf an. An manchen Tagen brauche ich Ruhe und an anderen Tagen durchgängig laute Musik. Wenn ich Aktionszenen schreibe, läuft eigentlich immer Musik. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich zu jedem Buch andere höre. Ein und dasselbe Lied für zwei verschiedene Bücher? Das geht bei mir nicht. Deswegen habe ich immer verschiedene Playlists. Auf meiner Hompage (www.sabineschulter.de) und meinem YouTube-Channel (https://www.youtube.com/channel/UCWnk9w3VtpGPPjJKg6muxSQ/playlists) habe ich sogar alle Lieder aufgelistet, damit meine Leser die gleiche Musik beim Lesen hören können, die ich auch beim Schreiben hörte :D

Frage Nummer 3:
Bist du auch so ein Kaffee Trinker wie viele andere Autoren?
Antwort:
Nein, gar nicht. Ich trinke gern Kaffee, aber das hat nichts mit dem Schreiben zu tun. Wenn ich an einem Projekt sitze, dass mich absolut gefangen hält, denke ich eh nicht daran, für einen Kaffee aufzustehen. Da vergesse ich sogar ab und an das Essen ;)

Frage Nummer 4:
Sind deine Protas reine Fiktion oder stehen Freunde/Bekannte sozusagen Pate?
Antwort:
Bei meiner Sin und Miriam-Reihe sind tatsächlich viele Bekannte mit hineingeflossen. Miriam besitzt viel von mir, Sin von meinem Freund und Miriams Bruder erstaunlicherweise etwas von meiner Schwester. Allerdings habe ich auf solche Vergleiche in meinen nächsten Büchern verzichtet, damit sich die Protas nicht in allen Geschichten ähneln. Die Leser wollen Varianz und die gebe ich ihnen gern.

Frage Nummer 5:
Wie sieht der Alltag einer Autorin aus?
Antwort:
Ich stehe früh morgens um 6 zusammen mit meinem Freund auf und setze mich um 7 gleich an meine Arbeit bis er gegen 17 oder 18 Uhr wieder heim kommt. Dabei schreibe ich vorwiegend vormittags, weil ich da am kreativsten bin. Am Nachmittag kümmere ich mich dann um Marketing oder die Korrektur meiner Bücher. Abends forsche ich noch in Foren und schalte Werbung auf meiner Autorenseite bei Facebook. Wenn ich 12 Stunden am Tag arbeite, ist das meist Normalität. Aber ich liebe was ich mache :D

Frage Nummer 6:
Und gibt es bestimmte Dinge die dich zu deinen Büchern inspirieren?
Antwort:
Ich habe nichts spezielles, was ich tue, um eine neue Idee zu bekommen. Meist helfen Alltäglichkeiten dabei. Mal ist es ein kurzer Spaziergang, dann das Einkaufen im Supermarkt oder gar das Putzen der Wohnung. Immer wenn mein Kopf Zeit hat, an andere Welten zu denken, kann eine neue Idee entstehen.

Frage Nummer 7:
Brauchst du zwischen den Büchern auch Pause oder kannst du gleich weiter schreiben?
Antwort:
Ich brauche keine Pausen zwischen den Büchern. Wenn ein Band abgeschlossen ist, kann es gleich weitergehen. Allerdings kann ich nicht an zwei Projekten gleichzeitig arbeiten, da ich auch häufig verschiedene Schreibstile benutze und dann durcheinanderkommen würde.

Frage Nummer 8:
Wann kommst du auf den Titel des Buches? Am Anfang des Schreibens? Oder ganz am Ende? Oder vielleicht auch mittendrin?
Antwort:
Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal weiß ich ihn bereits am Anfang, wie bei „Azur – Wenn eine Diebin liebt“, aber manchmal auch erst am Ende. Bei dem dritten Teil von Sin und Miriam „Der Kampf der Wächter“ war es sehr schwierig, da es die Titel, die ich dafür gern genutzt hätte, bereits gab.

Frage Nummer 9:
Welche anderen Autoren liest Du selbst?
Antwort:
Zu viele, um sie hier alle zu nennen! Als Kind habe ich am liebsten Hohlbein gelesen. Nun sind es Autoren wie Trudi Canavan, Mary H. Herbert und Richard Schwartz.

Frage Nummer 10:
Wenn Du ein Buch anfängst und das Ende geplant hast - kann es im Laufe des Schreibens passieren, dass Du das Ende umplanst? Oder hast Du nur eine grobe Übersicht was passieren soll?
Antwort:
Ehrlich gesagt plane ich das Ende nie… Ich weiß beim Schreibbeginn den Anfang und was folgen soll, aber mehr plane ich nie im Voraus. Ich weiß, dass mir meine Protagonisten sowieso nicht zuhören werden und mir meine ganze Geschichte über den Haufen werfen. Deswegen ist das Ende meiner Bücher oft überraschend, denn mich überrascht es beim Schreiben ebenfalls. Wenn dann plane ich nur etwa 3-4 Kapitel im Voraus.

Frage Nummer 11:
Wie viel steckt von dir selbst in den Protagonisten?
Antwort:
Tatsächlich ist bei „Die Erwachte“ viel von mir in Miriam hineingeflossen. Dazu gehören nicht nur tatsächliche Charaktereigenschaften (so wie die Aufopferungsbereitschaft oder die Akzeptanz von ungewöhnlichen Dingen oder Personen), sondern auch Sachen, die ich mir selbst wünsche (Medizin würde ich zu gern einmal studieren oder als Profi tanzen). Bei Sin steckt viel von meinem Freund drin. Er lieh Sin viele Charakterzüge, aber auch einige Sprüche bekomme ich täglich selbst zu hören *lach*. Hier ist ebenfalls einiges hineingeflossen, das einfach zu „Sin“ als Protagonist gehörte. Bei Sophie… nun ja, wer wünscht sich nicht so eine Freundin? ;)
Allerdings bemühe ich mich, bei meinen nächsten Protagonisten meinen eigenen Charakter rauszuhalten, da sie von Buch zu Buch unterschiedlich werden sollen. Nicht in jedem Buch soll eine Miriam zu finden sein.

Frage Nummer 12:
Über welches Genre schreibst du am liebsten?
Antwort:
Fantasy in seinen Varianzen liegt mir am meisten. Vor allem Fantasyromance und Dystopien, aber auch reine Fantasy schreibe ich gern und oft.

Dankeschön für das Interview Sabine Schulter.
Ich hoffe wir hören bzw. lesen noch viel von dir.
Schöne Grüße
Isabel

Bücher:
-Die Erwachte – Die Geschichte von Sin und Miriam 1 (erschienen)
-Das Phyralit – Die Geschichte von Sin und Miriam 2 (erschienen)
-Der Kampf der Wächter – Die Geschichte von Sin und Miriam 3 (voraussichtlich Januar 2016)
-Azur – Wenn eine Diebin liebt (erschienen am 13.11.2015)
-Azur – Wenn eine Diebin ausbricht (voraussichtlich März 2016)

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