Dienstag, 1. September 2015

[Interview] Marlies Lüer

Interview mit Marlies Lüer

 Hallo,
Danke dass du dir die Zeit nimmst für dieses Interview. Am besten wir fangen mal mit einer einfachen Frage an.

Frage Nummer 1:
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Durchs lesen, oder war dir von Anfang an klar, dass du Schriftstellerin werden möchtest?
Antwort:
Es war mir nicht im Entferntesten klar, dass ich einmal eine Schriftstellerin sein würde. Ich beschritt diesen Weg, weil ich „etwas zu sagen hatte“. Mein erstes Buch („Miras Welt, Engelshauch und Kaffeeduft“) hat ein spirituelles Thema und es basiert im Kern auf meinem eigenen Leben. So fing alles an. Danach öffnete sich eine Art Schleuse, und seitdem schreibe ich und schreibe …

Frage Nummer 2:
Brauchst Du Ruhe beim Schreiben oder läuft Musik im Hintergrund?
Antwort:
Ich brauche absolute Ruhe!

Frage Nummer 3:
Bist du auch so ein Kaffee Trinker wie viele andere Autoren?
Antwort:
Nein. Ich trinke eher Kräutertees. Kaffee gibt es bei mir nur am Nachmittag, wenn mein Mann von der Arbeit heimkommt und am Wochenende auch zum Frühstück.

Frage Nummer 4:
Sind deine Protas reine Fiktion oder stehen Freunde/Bekannte sozusagen Pate?
Antwort:
Alles Fiktion.

Frage Nummer 5:
Wie sieht der Alltag einer Autorin aus?
Antwort:
Ich habe einen ganz normalen, schönen „Hausfrauen-Alltag“, auch mit Gartenarbeit usw. Wenn ich Lust und Zeit habe, schreibe ich. Ich gehöre nicht zu denen, die regelmäßig 2-3 Std. pro Tag schreiben, und das durchgängig. Nein, ich schreibe dann, wenn „in mir“ etwas zum Schreiben drängt. Und dann fließt es auch richtig schön und ich verbringe viel Zeit am PC. Das geht manchmal wochenlang so.

Frage Nummer 6:
Und gibt es bestimmte Dinge die dich zu deinen Büchern inspirieren?
Antwort:
Ja. Alles was in meinen Augen schön ist, inspiriert mich. Alles was Herz und Seele bewegt, inspiriert mich.

Frage Nummer 7:
Brauchst du zwischen den Büchern auch Pause oder kannst du gleich weiter schreiben?
Antwort:
Auf jeden Fall eine lange Pause! Denn jedes Buch hat seine eigene Schwingung, seinen ganz eigenen Charakter. Und vor dem Schreiben liegt ja auch die Phase der Ankunft der neuen Geschichte. Es sind erst Bilder, Szenen, Dialoge, die ich auffange – die notiere ich, und wenn eine gewisse Menge erreicht ist und die Grundstruktur der Geschichte steht, dann erst kann ich konkret mit dem Schreiben des Manuskriptes anfangen.

Frage Nummer 8:
Wann kommst du auf den Titel des Buches? Am Anfang des Schreibens? Oder ganz am Ende? Oder vielleicht auch mittendrin?
Antwort:
Eher am Anfang. Es passiert aber auch, dass sich eine andere Wortwahl während des Schreibens als eine bessere sich herauskristallisiert.

Frage Nummer 9:
Welche anderen Autoren liest Du selbst?
Antwort:
Das wäre eine lange Liste, wenn sie vollständig sein sollte! Ich nenne nur ein paar: Amy Tan, Kristen Britain, Pearl S. Buck, Juliet Marillier, J.K. Rowling, Pamela Freeman, Jonathan Stroud, Judith Merkle Riley – und viele andere mehr!
Und nun die Indies:
Gaby Wohlrab, Isabell Schmitt-Egner, Sabine Osman, Jordis Lank, Birgit Otten, Patricia Rabs, Anna Moffey, Margarethe Alb, Tanja Neise, Andreas Masberg, Jörg Luzius, Cordula Broicher, Johanna Wasser – und andere mehr!


Frage Nummer 10:
Wenn Du ein Buch anfängst und das Ende geplant hast - kann es im Laufe des Schreibens passieren, dass Du das Ende umplanst? Oder hast Du nur eine grobe Übersicht was passieren soll?
Antwort:
Das konkrete Ende entsteht immer erst während des Schreibens. Ich habe eine Richtung, die ich verfolge, aber wohin die Geschichte mich führt, erfahre ich selbst erst zum Schluss. Ich schreibe immer so, als wäre alles „richtiges Leben“ – und wer weiß schon vorab, was der morgige Tag bringt? ;-)
Frage Nummer 11:
Wie viel steckt von dir selbst in den Protagonisten?
Antwort:
Gewisse Vorlieben und Abneigungen stecken von mir in den Protagonisten. Manchmal leben sie auch stellvertretend Dinge aus, die ich selbst nicht machen kann, wie zum Beispiel eine Herde Alpakas halten! Oder sich in kleine, schöne rotgoldene Feuerdrachen verwandeln, das kann ich leider auch nicht.

Frage Nummer 12:
Über welches Genre schreibst du am liebsten?
Antwort:
FANTASY!!!

Dankeschön für das Interview Marlies Lüer.
Ich hoffe wir hören bzw. lesen noch viel von dir.
Schöne Grüße
Isabel


 

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***HUHU, ich freue mich sehr das du den Weg zu mir gefunden hast. Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen. Schöne Grüße Isabel***