Dienstag, 22. September 2015

[Interview+ Gewinnspiel] Helene Krätzner

Interview mit Helene Krätzner
Hallo,
Danke dass du dir die Zeit nimmst für dieses Interview. Am besten wir fangen mal mit einer einfachen Frage an.

Frage Nummer 1:
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Durchs lesen, oder war dir von Anfang an klar, dass du Schriftstellerin werden möchtest?
Antwort:
Erst einmal ‚Hallo‘ und danke, dass ich hier dabei sein darf :)
Ich bin eine Leseratte, war es schon immer und für ein gutes Buch lasse ich auch heute noch alles stehen und liegen.
Schon als Kind habe ich Geschichten geschrieben, wenn die Bücherei keinen neuen Nachschub hatte. Aber auch wenn der Wunsch bestand, mein Geld mit Literatur zu verdienen, holte mich damals die Realität ein. Ich habe meine zweite Leidenschaft, dass Kochen, zum Beruf gemacht und habe glücklich in der Gastronomie gearbeitet.
Das ich jemals meinen größten Traum, ein Buch mit meinem Namen, erfüllt bekomme, daran habe ich vielleicht nur in den kleinen sentimentalen Momenten zu träumen gewagt.

Frage Nummer 2:
Brauchst Du Ruhe beim Schreiben oder läuft Musik im Hintergrund?
Antwort:
Ich schreibe fast immer mit Musik im Hintergrund. Wenn ich freiwillig die Musik ausschalte, hat dies nur einen Grund.
Meine überschlagenden Gedanken lassen sich nicht formulieren, ansonsten liebe ich es, wenn Musik passend zur Stimmung im Manuskript läuft.
Frage Nummer 3:
Bist du auch so ein Kaffee Trinker wie viele andere Autoren?
Antwort:
Ich trinke überhaupt keinen Kaffee. Habe ich auch noch nie.
Ich liebe den Geruch von frisch gebrühtem Kaffee und kann aus Berufsgründen auch Kaffee kochen, aber bei dem Geschmack bin ich raus.

Frage Nummer 4:
Sind deine Protas reine Fiktion oder stehen Freunde/Bekannte sozusagen Pate?
Antwort:
Zum größten Teil sind alle Figuren Fiktion, jedoch haben sie oft Eigenschaften, oder Eigenarten, die sich sicherlich in meinem Umfeld wiederfinden. Ich hoffe aber nicht, dass sich auch nur einer dieser Personen erkennen würde. *schmunzel*
Doch manchmal geschieht es, dass ich ein älteres Manuskript lese und mich genau erinnere, was zu dieser Zeit in meinem Leben geschehen ist.

Frage Nummer 5:
Wie sieht der Alltag einer Autorin aus?
Antwort:
Autorin ist etwas zu groß gesprochen. Ich bin ein Schreiberling, aber wie sieht mein Tag aus?
Wie bei den meisten auch. Ich habe einen Mann und einen Sohn, dass ist im Vordergrund mein Hauptjob und manchmal denke ich, dass er anstrengender ist, als zwölf Stunden Schichten in meinem alten Job. *zwinker*
Da ich eine Selbstverlegerin bin, mache ich alles. Ich schreibe, ich gestalte meine Cover, was für mich als absolute PC-Niete eine große Herausforderung ist, ich plane und gestalte meine Werbung, unterhalte mich netten Lesern und Bloggern und kümmere mich um das Administrative. Mit meinem kleinen Terminplaner, den ich genauso beschütze wie einen Schatz, versuche ich alles so zu planen, dass keiner zu kurz kommt, also wirkt es für meine Familie nicht viel anders, als zu der Zeit, wo ich noch nichts veröffentlicht habe.
Frage Nummer 6:
Und gibt es bestimmte Dinge die dich zu deinen Büchern inspirieren?
Antwort:
Musik, Filme, Träume, eigentlich kann alles zu einer Idee werden. Ich bin auch schon mal von der Autobahn abgefahren und habe notiert, was mein Kopf so an verschieden Szenen ausgespuckt hat, nur weil ich etliche Kilometer hinter einem Wagen fuhr, aus dem mich die ganze Zeit ein riesengroßer Hund anstarrte. Am Ende des Tages wollte ich schauen, was ich davon verwenden kann und konnte von dem wirren Zeug nichts gebrauchen, weil ich meinen eigenen Gedanken nicht folgen konnte. Das geschieht auch manchmal.
Aber ganz wichtig, sind die Gespräche mit meiner Mentorin und Kollegin. Wenn wir telefonieren, legen wir manchmal beide auf und haben neuen Input.

Frage Nummer 7:
Brauchst du zwischen den Büchern auch Pause oder kannst du gleich weiter schreiben?
Antwort:
Das kann man nicht pauschal sagen. Das kommt darauf an, wie man sich fühlt. Es gab Geschichten, die mich viel Kraft gekostet haben und ich eine Pause brauchte. Bei mir ist Schreiben nicht planbar. Aber meist hat man schon eine Idee, die darauf wartet aufgeschrieben zu werden, deshalb treibt einen meist die Fantasie, die einen nicht schlafen lässt schnell wieder dazu an, die Geschichte zweier Menschen zu erzählen.

Frage Nummer 8:
Wann kommst du auf den Titel des Buches? Am Anfang des Schreibens? Oder ganz am Ende? Oder vielleicht auch mittendrin?
Antwort:
Oh … Thema Titelsuche. Bei mir ein heikles und amüsantes Thema.
Sobald eine Idee sich festsetzt und ich entscheide, sie aufzuschreiben, habe ich auch einen Titel im Kopf. ( - Das is unkompliziert - )
Während ich schreibe, fallen mir tausend weitere Ideen ein, die ich zum Leidwesen meiner Unterstützer, notiere.
( - die Sache wird schon komplizierter - )
So langsam fügt sich ein Bild zusammen und ich setzte mich an ein Cover.
(  - das hilft mir, macht aber alle anderen wahnsinnig )
Danach wird der Titel mit meinem Mann und meiner Mentorin diskutiert, bei mir fallen sie meist etwas länger aus, dafür werde ich oft beschmunzelt. Aus den minimalistischen  Vorschlägen meiner Lieben, versuche ich dann einen Kompromiss zu finden. Am Anfang habe ich damit Tage verbracht und war am Ende nur verwirrt.
( - Chaos pur, gepaart von Verzweiflung. hihi - )
Jetzt mache ich es so, sobald ein Titel gefunden ist, kommt er aufs Cover und danach verbiete ich den Ordner auf dem PC auch nur anzusehen.
Ein Garant das ein Buch sein Titel behalten darf gibt es nie.

Frage Nummer 9:
Welche anderen Autoren liest Du selbst?
Antwort:
Bevor ich veröffentlicht habe, habe ich bis zu zweihundert Büchern im Jahr gelesen. Da waren viele Autoren dabei.
Aber es gab Jahre, da habe ich nur Nicholas Sparks gelesen.
Dann interessierten mich keine Namen mehr, jeder bekommt eine Chance mich in eine Geschichte zu entführen.
Seit ich veröffentliche lese ich so wenig, dass mein SuB ins unermessliche steigt.

Frage Nummer 10:
Wenn Du ein Buch anfängst und das Ende geplant hast - kann es im Laufe des Schreibens passieren, dass Du das Ende umplanst? Oder hast Du nur eine grobe Übersicht was passieren soll?
Antwort:
Meine ersten Bücher habe ich ganz ohne einen Fahrplan geschrieben. Später habe ich die Reisen besser geplant, zeitweise habe ich sogar jede Station akribisch vorgegeben. Aber gegen meine eigene Natur, habe ich festgestellt, dass ich besser schreiben kann, wenn ich zwar weiß, wo das Reiseziel ist, aber den Fahrplan nur für Notfälle ganz unten im Koffer vergrabe.
Bei mir kann alles geschehen …

Frage Nummer 11:
Wie viel steckt von dir selbst in den Protagonisten?
Antwort:
(bei dieser Frage muss ich lächeln. Oft lese ich sie bei Kollegen und freue mich auf ihre Antworten. Jetzt hat es mich erwischt)
Meine Protagonisten sollen eigenständige Personen sein, und zu Beginn gibt man ihnen eine Identität. Sie erzählen ihre Geschichte und wenn ich alles richtig gemacht habe, mag der Leser die Protagonisten, aber wenn man beim Schreiben ist und sich überlegt, ob eine Reaktion oder Aktion wirklich passt, kommt natürlich der eigene Einfluss.
Jeder Darsteller hat am Ende einer Geschichte irgendetwas, aus dem eigenen Leben und wenn es nur das Auto ist, welches man sich gerade selbst gekauft hat. Es sind wie versteckte Nachrichten an mich selbst.
Irgendwann habe ich vielleicht das Glück und ich kann meine Geschichten durchlesen und mich an diese kleinen Dinge erinnern.

Frage Nummer 12:
Über welches Genre schreibst du am liebsten?
Antwort:
Ich lese Liebesgeschichten, mit oder ohne erotischen Elementen, und ich schreibe sie.
Bis vor wenigen Wochen habe ich auch noch nie darüber nachgedacht etwas anderes zu tun, aber mein eigenes Ich hat mich wieder einmal gelehrt, niemals nie zu sagen.
Unter dem Pseudonym Mia Lorenz habe ich den Kurzroman ‚Aura’ veröffentlicht und ich muss zugeben, es hat mir Spaß gemacht diesen Urban Fantasy Roman zu schreiben. Mal sehen wo mich diese Reise, mit ihren kleinen Geschichten hinführt.

Dankeschön für das Interview Helene Krätzner.
Ich hoffe wir hören bzw. lesen noch viel von dir.
Schöne Grüße
Isabel

Gewinnspiel:
* 1 Schreibblock, 1 Kugelschreiber, 1 Feuerzeug, Lesezeichen und zwei Schlüsselanhänger, ein eBook nach Wahl

 Was muss ich tun?
Einfach nur kommentieren ob ihr die Autorin kennt oder nicht und/oder ob ihr schon ein Buch der Autorin gelesen habt und den Beitrag liken.
Teilen und Freude einladen ist erwünscht, aber KEIN muss.

Das war auch schon alles <3

Viel Glück euch allen :)
Kommentieren könnt ihr bis zum 24.09 um 23:59 Uhr.

Teilnahmebedingungen:
Die allg. Teilnahmebedinungen für meinen Blog findet ihr hier ~ http://rezensionenisabel0607.blogspot.de/p/teilnahmebedingungen-der-teilnehmer.html

Bücher:
•    Ostseeperle – Der 1. Kuss -
•    Ostseeperle – Der letzte Kuss -
•    Aura ( Mia Lorenz )
•    Demnächst : Flugticket ins Chaos

1 Kommentar:

  1. Hallo
    Ein sehr tolles Interview.
    Ich kannte die Autorin vor Deinem Beitrag leider noch nicht, aber ich freue mich immer sehr wenn ich für mich neue Autoren entdecke und so über tolle Bücher stolper, die meinem Radar ansonsten entgangen wär :)

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***HUHU, ich freue mich sehr das du den Weg zu mir gefunden hast. Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen. Schöne Grüße Isabel***