Sonntag, 6. September 2015

[Interview] Ann-Kathrin Karschnick

Interview mit Ann-Kathrin Karschnick

Hallo,
Danke dass du dir die Zeit nimmst für dieses Interview. Am besten wir fangen mal mit einer einfachen Frage an.

 
Frage Nummer 1:
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Durchs lesen, oder war dir von Anfang an klar, dass du Schriftstellerin werden möchtest?
Antwort:
Schuld ist meine Mutter gewesen. Ich hatte Hausarrest bekommen und sollte Rezepte für sie auf ihrer Schreibmaschine abtippen. Als ich damit fertig war, habe ich aus Langeweile angefangen Kurzgeschichten zu schreiben. Damals habe ich mir zum Thema Schriftsteller noch keine großen Gedanken gemacht. Irgendwann fing ich einfach an, regelmäßig zu schreiben.

Frage Nummer 2:
Brauchst Du Ruhe beim Schreiben oder läuft Musik im Hintergrund?
Antwort:
Kommt immer auf meine Stimmung an. Ruhe brauche ich nicht zwangsweise. Da ich hauptsächlich in der Bahn schreibe, habe ich sowieso immer lärmende Kinder, betrunkene Fahrgäste und streitende Schaffner um mich herum. ;) Wenn ich dann allerdings wirklich mal Ruhe brauche, habe ich immer Musik auf meinem Netbook parat.

Frage Nummer 3:
Bist du auch so ein Kaffee Trinker wie viele andere Autoren?
Antwort:
*lach* So rein gar nicht. Ich trinke fast nur Wasser, ab und an mal Tee, aber Kaffee, damit kannst du mich jagen.

Frage Nummer 4:
Sind deine Protas reine Fiktion oder stehen Freunde/Bekannte sozusagen Pate?
Antwort:
Manchmal baue ich bestimmte Eigenschaften meiner Freunde/Verwandten ein, aber eine Person, so wie sie ist, habe ich noch nie eingearbeitet. Viele Eigenschaften meiner Protagonisten sind Fiktion und sollten es auch bleiben, sonst habe ich bald keine Freunde mehr, weil sie alle Angst haben, in den Büchern zu landen. ;)

Frage Nummer 5:
Wie sieht der Alltag einer Autorin aus?
Antwort:
Eigentlich ganz normal wie jeder andere Arbeitstag eines Arbeitnehmers auch. Morgens gegen 6 Uhr klingelt der Wecker, danach geht es zum Brotjob, den ich noch Teilzeit mache. Auf dem Weg zur Arbeit schreibe ich dann in der Bahn. In der Mittagspause werden mit den Kollegen am Tischkicker Beschimpfungen ausgetauscht und abends auf dem Rückweg wird wieder geschrieben oder übersetzt. Wenn ich zu Hause bin, plotte ich an neuen Ideen mit meinem Männe oder mache einen Spieleabend mit der Familie.

Frage Nummer 6:
Und gibt es bestimmte Dinge die dich zu deinen Büchern inspirieren?
Antwort:
Das kann alles und nichts sein. Eine Textzeile aus einem Lied, eine Szene in einer Serie oder einem Film, die Antwort eines Freundes auf etwas völlig anderes. Wenn man die Augen und Ohren aufhält, strömt die Inspiration einfach überall her.
Frage Nummer 7:
Brauchst du zwischen den Büchern auch Pause oder kannst du gleich weiter schreiben?
Antwort:
Ich schreibe meist sofort weiter. Das hängt aber einfach damit zusammen, dass meine Abgabetermine relativ eng getaktet sind. Im Moment bin ich bis Februar 2016 ausgebucht mit Übersetzungen und eigenen Romanen. Gerade jetzt schreibe ich z.B. an einem Roman und übersetze parallel einen anderen. Etwas stressig, aber mit er richtigen Planung geht auch das.

Frage Nummer 8:
Wann kommst du auf den Titel des Buches? Am Anfang des Schreibens? Oder ganz am Ende? Oder vielleicht auch mittendrin?
Antwort:
Gute Frage. Bei den Romanen der Kollegen bin ich verdammt gut in der Titelfindung. Bei mir selbst bin ich eher schlecht bis ganz grottig. Ich arbeite mit einem Arbeitstitel, den ich am Anfang festlege und damit geht es an meine Agentur oder meinen Verlag. Meist wird der Titel eh noch mal geändert, da die Verlage es in eine bestimmte Schiene packen möchten.

Frage Nummer 9:
Welche anderen Autoren liest Du selbst?
Antwort:
Ich lese selbst sehr gerne Fabienne Siegmund, Jens Schumacher, Anika Beer oder auch Aileen P. Roberts.

Frage Nummer 10:
Wenn Du ein Buch anfängst und das Ende geplant hast - kann es im Laufe des Schreibens passieren, dass Du das Ende umplanst? Oder hast Du nur eine grobe Übersicht was passieren soll?
Antwort:
Durch die inzwischen professionelle Art meines Schreibens bin ich genötigt, dem Verlag ein Exposé mit allen Geheimnissen und Verwicklungen zu schicken. Somit bleibt mir gar nichts anderes übrig, als alles vorher schon geplant zu haben. Lustigerweise passieren zwischendurch dann aber Kleinigkeiten, die nicht geplant waren und das ist es auch, was verdammt viel Spaß bringt. :D

Frage Nummer 11:
Wie viel steckt von dir selbst in den Protagonisten?
Antwort:
Immer mal wieder ein bisschen. In Stefanie aus „Sternenpfad“ steckt z.B. meine Leidenschaft für Fernsehserien. Ebenso wie ich ist sie ein absoluter Serienjunkie und kennt sich bestens in der amerikanischen Serienwelt aus. Auch in anderen Figuren stecken immer mal wieder kleinere Dinge von mir. Das kann man gar nicht verhindern, vermute ich.

Frage Nummer 12:
Über welches Genre schreibst du am liebsten?
Antwort:
Das kann ich leicht beantworten: Phantastik.

Dankeschön für das Interview Ann-Kathrin Karschnick.
Ich hoffe wir hören bzw. lesen noch viel von dir.
Schöne Grüße
Isabel

Bücher:
Phoenix- Tochter der Asche (1)
Phoenix - Erbe des Feuers (2)
Phoenix - Kinder der Glut (3)
Die Feuerritter - Kampf um Teinemaa
Die kleinen Köche - Die unendlichen Gerichte
Krieger

PS: Sorry das die Buchcover so verschwommen sind, wollte ich nicht <3

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