Freitag, 14. August 2015

[Interview+ Gewinnspiel] Sunya Grace Bold

Interview mit Sunya Grace Bold
Hallo,

Danke dass du dir die Zeit nimmst für dieses Interview. Am besten wir fangen mal mit einer einfachen Frage an.



Frage Nummer 1:

Wie bist du zum Schreiben gekommen? Durchs lesen, oder war dir von Anfang an klar, dass du Schriftstellerin werden möchtest?

Antwort:

So wirklich Schriftstellerin werden wollte ich eigentlich nie, obwohl ich immer gern geschrieben habe. Aber irgendwann wurde aus einer kurzen Geschichte ein Roman, eine eigene Welt und eine Sprache entstanden und bald kam eine zweite Idee dazu. - Da hatte es mich gepackt und ich konnte einfach nicht mehr aufhören. Seitdem schreibe ich einen Roman nach dem anderen und jetzt ist Schriftstellerin tatsächlich mein Traumberuf.




Frage Nummer 2:

Brauchst Du Ruhe beim Schreiben oder läuft Musik im Hintergrund?

Antwort:

Im Normalfall läuft Musik. Ich habe für jedes Projekt einen eigenen Musiktitel, der die Stimmung für mich einfängt und mich schnell in die Welt des Romans eintauchen lässt. Seine Auswahl hilft mir, mich noch einmal auf andere Weise mit dem Projekt auseinander zu setzen und schafft beim Schreiben Konzentration.

Ganz ohne Hintergrundgeräusche kann ich wirklich nur in Ausnahmefällen schreiben, wenn ich an einem Projekt schon sehr lange arbeite und Szenen für eine zweite oder dritte Fassung komplett neu schreibe.



Frage Nummer 3:

Bist du auch so ein Kaffee Trinker wie viele andere Autoren?

Antwort:
 

Nein, absolut nicht. Kaffee ist mir zu bitter. Aber dafür gehöre ich zur Tee-Fraktion. Früchtetee, Kräutertee: Njam!



Frage Nummer 4:

Sind deine Protas reine Fiktion oder stehen Freunde/Bekannte sozusagen Pate?

Antwort:

Ich würde sagen reine Fiktion, aber sicher beeinflussen mich Bekannte zumindest. Das sind ja meine Erfahrungen, die fließen sicher mit ein, auch wenn ich guten Gewissens sagen kann, dass ich das nicht bewusst mache.



Frage Nummer 5:

Wie sieht der Alltag einer Autorin aus?

Antwort:

Meiner beginnt morgens um fünf Uhr. Da stehe ich auf, erledige alles für den Tag und gehe zum Bahnhof. Die nächsten zweieinhalb Stunden Fahrzeit gehören meinen Manuskripten. Danach habe ich eine Stunde, um mal zu schauen, was meine KollegInnen so machen und ein paar Ideen zu plotten, bevor meine Vorlesungen beginnen. - Ich studiere neben dem Schreiben nämlich Sprachwissenschaft im Bachelor of Science.

Je nach Wochentag dauert das so bis vierzehn oder sechzehn Uhr, danach fahre ich zurück. Und im Zug wird natürlich wieder geschrieben. Anschließend bleibt noch Zeit für etwas zu Essen, ein bisschen Haushalt und die Organisation meiner Projekte. Dann ist der Tag auch schon wieder zu Ende und das Spiel beginnt am nächsten Morgen von Neuem.



Frage Nummer 6:

Und gibt es bestimmte Dinge die dich zu deinen Büchern inspirieren?

Antwort:
 


Da fallen mir ungefähr eintausend Dinge ein. Manchmal sind das Bilder, Fotos, Musik oder ein Film, aber auch eine tolle Landschaft oder ein gutes Gespräch.

Oft sind es Träume, die mir sogar einzelne Szenen zeigen. Die schreibe ich am liebsten gleich auf, damit ich sie nicht vergesse und oft genug sind sie später auch in der endgültigen Fassung des Romans. Erst einmal lasse ich sie aber eine Weile liegen und der Rest ergibt sich nach und nach.

Genauso ergeben sich neue Bücher manchmal auch aus denen, die schon fertig sind. Das müssen nicht einmal immer Spin-Offs sein. Da ich im Bereich High Fantasy schreibe, habe ich ein paar Welten erschaffen und die beinhalten so viele Dinge, dass manchmal nur ein einzelner Satz darüber ausreicht, um gleich ein neues Buch schreiben zu können. Das macht gerade deshalb so unglaublich viel Spaß, weil auch in diesem Buch wieder neue Ideen stecken können. - Ich glaube nicht, dass ich jemals alles aus einer meiner Welten kennen werde.



Frage Nummer 7:

Brauchst du zwischen den Büchern auch Pause oder kannst du gleich weiter schreiben?

Antwort:

In den meisten Fällen kann ich sofort weiterschreiben. Am leichtesten fällt mir das, wenn das nächste Buch eine Fortsetzung oder ein Spin-Off ist, das direkt an die alte Handlung anknüpft. - Für mich ist das, als hätte ich gar nicht aufgehört das vorige Buch zu schreiben.

In manchen Fällen ist es etwas schwieriger, dann schiebe ich eine Korrektur oder eine Überarbeitung dazwischen, um den Kopf frei zu bekommen. Damit kann ich mich prima in eine andere Geschichte hineinversetzen und schon geht es wieder.



Frage Nummer 8:

Wann kommst du auf den Titel des Buches? Am Anfang des Schreibens? Oder ganz am Ende? Oder vielleicht auch mittendrin?

Antwort:

Der Titel ist eines der Dinge, die mir persönlich am schwersten fallen.

Ich suche mir ganz am Anfang einen Arbeitstitel, denn unter irgendwas muss das Manuskript ja abgespeichert werden und ich möchte es nicht so lieblos mit einer Nummer oder etwas Ähnlichem betiteln. Diese Arbeitstitel übernehme ich aber nur sehr selten.

Wenn ich fertig bin, überlege ich eine Weile und lasse mir ein paar Varianten einfallen. Über die beratschlage ich mich mit meiner ersten Betaleserin, nachdem sie das fertige Manuskript gelesen hat, um eine zweite Meinung zu bekommen. Erst danach entscheide ich mich endgültig.

Wenn ich ein Manuskript aber schon sehr lange geplant habe, bevor ich zu schreiben beginne (meistens, weil ich noch hundert andere Projekte vorher zu Ende bringen oder anfangen wollte), steht der Titel doch auch mal vor dem Schreibprozess.



Frage Nummer 9:

Welche anderen Autoren liest Du selbst?

Antwort:

So viele, wie ich zeitlich schaffe und das sind leider weniger als früher. Aber es gibt ein paar, die mir ganz besonders ans Herz gewachsen sind und von denen ich versuche kein einziges zu verpassen. Ganz vorne auf dieser Liste steht Karen Chance, dicht gefolgt von Julie Kagawa und Richelle Mead. Wenn mich auch nur eine Reihe oder ein Buch begeistert, bleibe ich dem Autor eine lange Zeit treu und diese drei Autorinnen hatten diesen Wow-Effekt bei mir.



Frage Nummer 10:

Wenn Du ein Buch anfängst und das Ende geplant hast - kann es im Laufe des Schreibens passieren, dass Du das Ende umplanst? Oder hast Du nur eine grobe Übersicht was passieren soll?

Antwort:

Eine grobe Übersicht habe ich schon (meistens zumindest), aber natürlich kommt es vor, dass sich daran etwas ändert. Ich denke, das liegt daran, dass ich im Vorhinein auch von meinen Protagonisten nur ungefähr weiß, wer sie sind. Sie entwickeln sich mit der Zeit und da kann es schon mal passieren, dass die Handlung plötzlich in eine ganz andere Richtung verläuft.

Aber das finde ich gut. Natürlich könnte ich mir manchmal die Haare raufen, aber ich glaube, prinzipiell macht das meine Bücher besser. Ich bin der festen Überzeugung, dass meine Protagonisten schon wissen, was für sie und ihre Welt das Beste ist. - Sie müssen ja auch darin leben.



Frage Nummer 11:

Wie viel steckt von dir selbst in den Protagonisten?

Antwort:

Sehr, sehr viel. Ich denke, das bleibt nicht aus, sie sind ja irgendwie schon mit mir »verwandt«. Aber ich glaube, jeder von ihnen hat ein anderes Stück abbekommen. Manche tragen tatsächlich Charakterzüge, die ich auch habe oder aber sie verkörpern eine Wunschvorstellung oder etwas, das mir gehörig gegen den Strich geht. Und auch diese Protagonisten liebe ich übrigens, auch wenn sie es mir manchmal unnötig schwer machen.

Vermutlich verhält es sich bei der Ähnlichkeit zu mir genauso wie mit der Ähnlichkeit zu Bekannten: Ich denke nicht so sehr darüber nach, aber sie schleicht sich ein.



Frage Nummer 12:

Über welches Genre schreibst du am liebsten?

Antwort:

Fantasy! Ganz eindeutig Fantasy. Es ist das Genre, mit dem ich aufgewachsen bin: Ich habe zuerst Fantasy gelesen und auch meinen ersten Roman darin verfasst. Es ist einfach viel vertrauter als andere Genre und es bietet so viele Möglichkeiten, dass ich vermutlich nie dazu kommen werde, alle Geschichten aufzuschreiben, die mir dazu im Kopf herumschwirren. Außerdem binde ich noch andere Elemente ein: Liebesgeschichten, Märchen, … Fantasy kann sehr vielseitig sein. Es begeistert mich einfach und das ist für mich das Wichtigste am Schreiben: Die Begeisterung und der Spaß dabei.



Dankeschön für das Interview Sunya Grace Bold.

Ich hoffe wir hören bzw. lesen noch viel von dir.

Schöne Grüße

Isabel

Gewinnspiel:

* ein Ebook der Autorin nach Wahl

Ich drücke euch die Daumen <3

Was muss ich tun?

Einfach nur kommentieren ob ihr die Autorin kennt oder nicht und/oder ob ihr schon ein Buch der Autorin gelesen habt und den Beitrag liken.
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Das war auch schon alles <3

Viel Glück euch allen :)
Kommentieren könnt ihr bis zum 17.08 um 23:59 Uhr.

Teilnahmebedingungen:

Die allg. Teilnahmebedinungen für meinen Blog findet ihr hier ~ http://rezensionenisabel0607.blogspot.de/p/teilnahmebedingungen-der-teilnehmer.html

Bücher:

Almhanans Fluch

Saraës Zorn

Esteffas Schicksal

-folgt-

Ragreanars List (September 2015)

Sermas Entscheidung

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