Freitag, 17. Juli 2015

[Interview] Sabrina Georgia


Interview mit Sabrina Georgia

Hallo,
Danke dass du dir die Zeit nimmst für dieses Interview. Am besten wir fangen mal mit einer einfachen Frage an.
Frage Nummer 1:
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Durchs lesen, oder war dir von Anfang an klar, dass du Schriftstellerin werden möchtest?
Antwort:
Ich hatte schon immer Spaß daran, mir Geschichten auszudenken. In der Schule hatte mein Deutschlehrer mitbekommen, dass ich gern schreiben würde und mir eine Aufgabe gestellt. Ich sollte ihm eine Geschichte schreiben und er köderte mich mit einer guten Note in Deutsch. Dieser Aufgabe stellte ich mich und schrieb ihm eine Geschichte von 187 Seiten. Danach hatte ich Blut geleckt und entdeckte immer wieder neue Geschichten, die ich für mich niederschrieb. Vor ca. 15 Jahren begann ich dann mit meiner Reihe „Manchmal muss es eben Blut sein“. Seit dieser Zeit habe ich schon über zehn Bücher geschrieben und werde, diese nun nach und nach veröffentlichen. Ich freue mich darauf…


Frage Nummer 2:
Brauchst Du Ruhe beim Schreiben oder läuft Musik im Hintergrund?
Antwort:
Das kommt ganz auf meine Tagesform an. Meistens ist es so, dass ich nebenbei Musik höre, manchmal läuft es allerdings besser, wenn alles ganz ruhig ist. Aber, wenn Musik läuft, ist das wie mein ganz persönlicher Soundtrack zum Buch. J Ich habe mehrere Musiklisten – romantisch leise, stimmungsvolle Lieder, die Charts oder auch einmal Querbeet. Für jede Szene habe ich die richtige Musik, um ganz in die Geschichte eintauchen zu können.


Frage Nummer 3:
Bist du auch so ein Kaffee Trinker wie viele andere Autoren?
Antwort:
*lach* Nein, damit habe ich es ganz und gar nicht. Würde ich Kaffee trinken, könnte ich vermutlich tagelang nicht schlafen und wäre so nervig wie einer dieser Duracell-Hasen. Aus diesem Grunde habe ich auch seit Jahren Kaffeeverbot. *zwinker*


Frage Nummer 4:
Sind deine Protas reine Fiktion oder stehen Freunde/Bekannte sozusagen Pate?
Antwort:
Die meisten Figuren sind Fiktion, wobei manche Eigenarten ab und an schon ihre Vorbilder haben. Aber ein komplettes Abbild einer Person mache ich nicht. Für Alexandra und Thomas hatte ich überhaupt keine Vorbilder. Diese Figuren hatte ich ein Jahr lang im Kopf, bevor ich die Geschichte niedergeschrieben habe. Bei jeder Figur überlege ich erst, welchen Charakter hat diese und dann male ich mir Situationen aus: Wie reagiert Alexandra? Kann sie die Klappe halten oder bringt sie einen dummen Spruch? Reagiert Thomas in dieser Situation gereizt oder steht er über den Dingen? Und Steffen? Der war für mich von Anfang an der liebenswerte Brummbär.

Bei Yvor und Yvi habe ich es ähnlich versucht, allerdings scheinen sich da die Charaktere langsam weiter zu entwickeln. Ich bin gespannt, in welche Richtung sie gehen werden. *lach* Okay, ich weiß, dass ich diese Figuren erfinde… aber ein klein wenig haben sie auch ein Recht auf ein Eigenleben. Menschen können sich schließlich auch mit der Zeit verändern.


Frage Nummer 5:
Wie sieht der Alltag einer Autorin aus?
Antwort:
Mein Alltag? Nun. Ich gehe normalerweise 8 Stunden arbeiten, um mir „meine Brötchen“ zu verdienen. Vom Schreiben leben wäre mein Traum, aber bis jetzt ist es noch Wunschdenken. Nach den 8 Stunden heißt es Haushalt und dann setze ich mich hin und schreibe. Oder bastle an zukünftigen Buchcovern und den Ideen dazu. J Für mich müsste man 30-Stunden-Tage einführen. J

An Wochenenden schreibe ich oft bis in die Nacht hinein, da meine kreative Phase wohl eher dann kommt, wenn andere schlafen gehen. Nicht sehr alltagstauglich, aber was soll man machen.

Ich bin nur froh, dass mir mein Mann diesen Alltag und die Wochenenden nicht übel nimmt, sondern mich noch in meinem Tun unterstützt. DerFuchs-Verlag ist seine Art mit meiner „Schreibsucht“ umzugehen. *kicher* Ich liebe ihn dafür!


Frage Nummer 6:
Und gibt es bestimmte Dinge die dich zu deinen Büchern inspirieren?
Antwort:
Alles kann Inspiration sein. Nette Gespräche im realen Leben oder auf Facebook, lustige Erlebnisse oder einfach nur das ganz normale Leben. Ursprünglich hat mich der Film „Blade“ zu meinen Vampiren inspiriert – nicht lachen bitte. Ich hatte den Film gesehen und mich gefragt, wie es wohl wäre, wenn Vampire ganz normale Menschen wären, so wie du und ich. Normale Berufe, Daywalker und auch keine Probleme mit Knoblauch oder Weihwasser. Die ersten Entwürfe waren schrecklich… *lach* Mir fehlte das gewisse Etwas, also haben sie ihre Gaben bekommen. Thomas, der Gefühle wahrnehmen kann, Alexandra und ihre Visionen, Kim und ihre Gabe, Geheimnisse aufzuspüren. Es macht mir immer wieder Spaß neue Gaben zu finden und neue Charaktere zu entwickeln.


Frage Nummer 7:
Brauchst du zwischen den Büchern auch Pause oder kannst du gleich weiter schreiben?
Antwort:
Ich schreibe im Grunde immer. Wie schon erwähnt, habe ich bereits zehn Bücher meiner Reihe fertig, auch aus dem Grund, da ich denke, die Geschichte noch nicht komplett erzählt zu haben. Ich plaudere jetzt mal ein bisschen aus dem Nähkästchen…

Es wird nicht immer um die Familie Terrin gehen und auch nicht immer nur mit Vampiren zu tun haben. Wer Fantasy mag, wird die Figuren hoffentlich mögen. *lächelt* Ich bin zumindest schon sehr gespannt, wie meine Leser/innen reagieren, wenn die erste neue Figur auftaucht. Noch ein Häppchen? *zwinker* Eine meiner Protagonisten ist mehr, als er jetzt zu sein scheint.

Mittlerweile habe ich auch noch ein weiteres „Projekt“, das ich nebenbei schreibe. Yvor und Yvi entstand nach einem Gewinnspiel und einer sehr netten Unterhaltung. Hier wird es hoffentlich weniger ernst und spannend zugehen, sondern die Leser/innen mehr zum Schmunzeln bringen. Ich werde mir zumindest sehr viel Mühe dabei geben, dies möglich zu machen.


Frage Nummer 8:
Wann kommst du auf den Titel des Buches? Am Anfang des Schreibens? Oder ganz am Ende? Oder vielleicht auch mittendrin?
Antwort:
Sowohl, als auch. Meistens aber ca. ab der Mitte des Buchs. Im Grunde beginne ich immer mit dem Titel „Buch“ und dann schaue ich, wie es sich entwickelt. Nur bei „Yvor und Yvi“ hatte ich erst den Titel und dann ging es mit der Geschichte los – der lieben Yvonne sei Dank. Durch die Gespräche mit ihr hatte ich den Titel direkt vor Augen. Es war herrlich. *lach*


Frage Nummer 9:
Welche anderen Autoren liest Du selbst?
Antwort:
Das wechselt immer mal nach Stimmung, auch, ob ich die Bücher lese oder mir Hörbücher kaufe. Agatha Christie, Martha Grimes, Dan Brown, Lara Adrian, Lynsay Sands finde ich als Hörbuch sehr gut. In der letzten Zeit liebe ich auch einige Indi-Autoren, wie Petra Teske, Melissa David, Susanne Esch, Kara C. Cowan, und und und. Ich hoffe, es ist mir niemand böse, sollte ich jemanden vergessen haben. *grinst breit* Ich entdecke auch täglich neue und finde es wunderbar. Es gibt viele, die sehr viel Talent zum Schreiben haben.


Frage Nummer 10:
Wenn Du ein Buch anfängst und das Ende geplant hast - kann es im Laufe des Schreibens passieren, dass Du das Ende umplanst? Oder hast Du nur eine grobe Übersicht was passieren soll?
Antwort:
Anfangs habe ich geplant, doch es ist nie so geworden, wie ich es vorhatte. Meist setze ich mich hin und vor meinen Augen läuft eine Art Film ab, den ich nur noch aufschreiben muss. Ich kenne die Charaktere in- und auswendig, weiß, wie diese in den Situationen reagieren. Sie sind wie Freunde, die man sehr gut kennt. In letzter Zeit haben meine Figuren allerdings die schlechte Angewohnheit, meinen Ideen nicht mehr zu folgen. Ich möchte, dass sie sich vertragen – sie streiten. Ich will Drama – die Hauptfigur findet ein Fettnäpfchen. Ich mache also das Beste daraus und ändere die Umstände, um die Figuren regelrecht zu zwingen, das zu tun was ich will. (Ja, ich weiß, wie sich das liest. Bitte nicht die Männer mit der „Ich-habe-mich-selbst-lieb-Jacke“ holen. *lach*) Das ist mein täglicher Kampf gegen meine Phantasie.


Frage Nummer 11:
Wie viel steckt von dir selbst in den Protagonisten?
Antwort:
In der durchgeknallten Freundin der Hauptfigur? Einiges. In den Hauptfiguren selbst sehe ich mich nur wenig. Vielleicht haben sie ein paar ihrer Macken von mir. Alexandras aufgedrehte Art zum Beispiel, Kims Hilfsbereitschaft und Steffens schlechte Laune am Morgen. *lach* Oje, da hast du mir gerade die Augen geöffnet.


Frage Nummer 12:
Über welches Genre schreibst du am liebsten?
Antwort:
Die Vampirliebesgeschichte ist mein Genre. Ich mag Vampire, da ich die Vorstellung von ewiger Liebe einfach wunderbar finde. Es gibt im Fantasy-Bereich aber noch so viele Möglichkeiten. Aber wer weiß, vielleicht schreibe ich irgendwann auch mal was ganz anderes. J Die Muse küsst einen oft unerwartet…


Dankeschön für das Interview Sabrina Georgia.
Ich hoffe wir hören bzw. lesen noch viel von dir.
Schöne Grüße
Isabel

Ich danke dir! :) Ich würde mich darüber freuen… :)

Bücher:
Ein Vampir fürs Leben ~  http://amzn.to/1e4EftK
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